Behandlungsspektrum
- Depressionen und depressive Verstimmungen
- Angst- und Panikstörungen
- Zwangsstörungen
- Psychosomatische Beschwerden und somatoforme Störungen
- Anpassungsstörungen sowie stressbedingte Belastungen und Burnout
- Posttraumatische Belastungsstörungen und Traumafolgestörungen
- Essstörungen
- Psychische Belastungen im Zusammenhang mit körperlichen Erkrankungen
- Psychische Beschwerden rund um Schwangerschaft und die Zeit nach der Geburt (Peripartalzeit), z. B. postpartale Depressionen
Sollten Sie unsicher sein, ob Ihr Anliegen zu unserem Behandlungsangebot passt, können wir dies gerne im Rahmen der psychotherapeutischen Sprechstunde gemeinsam besprechen
Bitte beachten Sie, dass ich Behandlungstermine überwiegend am Vormittag anbiete. Ich bitte Sie, dies bei Ihrer Terminanfrage zu berücksichtigen.
Mein Praxiskonzept – Verhaltenstherapie im Einzel- und Gruppensetting
Grundgedanke
Die Einzeltherapie bietet Raum für:
- das gegenseitige Kennenlernen
- eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung
- individuelle Lebensgeschichtepersönliche Ziele
- schwierige oder sehr persönliche Themen
Die Gruppentherapie ergänzt dies durch:
- gemeinsames Lernen
- neue Beziehungserfahrungen
- praktische Übungen
- Rückmeldungen anderer Teilnehmer
- unmittelbares Erleben eigener Muster
- gegenseitige Unterstützung
Viele Veränderungen lassen sich nicht ausschließlich durch Gespräche erreichen. Sie entstehen vor allem durch neue Erfahrungen – und genau hierfür bietet die Gruppe einen besonders wertvollen Rahmen
Haben wir nach den Sprechstunden und probatorischen Sitzungen beschlossen gemeinsam in die Therapie zu starten beginnt mit mehreren aufeinanderfolgenden Einzelgesprächen.
In dieser Phase stehen insbesondere im Vordergrund:
- Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung
- Entwicklung eines individuellen Störungsmodells
- Psychoedukation
- Ressourcenaktivierung
- Vorbereitung auf die Gruppentherapie
Gruppentherapie
Im Anschluss beginnt die Gruppentherapie. Die Gruppe arbeitet in einem geschlossenen Rahmen mit festen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die ersten Sitzungen finden wöchentlich statt, um einen intensiven therapeutischen Prozess zu ermöglichen. Im weiteren Verlauf werden die Abstände zwischen den Sitzungen größer. Dadurch entsteht zunehmend Raum, neue Strategien im Alltag selbstständig auszuprobieren und Erfahrungen in die Therapie einzubringen.
Begleitende Einzelgespräche
Während der Gruppenphase finden ergänzend Einzelgespräche statt.
Diese dienen beispielsweise
der Vertiefung persönlicher Themen,
- der Reflexion des Therapieverlaufs,
- der Vorbereitung schwieriger Gruppensituationen,
- oder der Unterstützung bei aktuellen Belastungen.
Dadurch bleibt die Therapie jederzeit individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt.
Abschluss und Booster
Zum Ende der Therapie findet ein abschließendes Einzelgespräch statt.
Nach einigen Monaten erfolgt eine sogenannte Booster-Sitzung.
Diese dient dazu,
- Therapieerfolge zu festigen,
- Rückfälle frühzeitig zu erkennen,
- offene Fragen zu besprechen
- und den Transfer in den Alltag nachhaltig zu sichern.
Je nach individuellem Bedarf kann anschließend gemeinsam entschieden werden, ob eine Verlängerung der Therapie sinnvoll ist.
Häufige Fragen
Warum beginnt die Therapie nicht sofort in der Gruppe?
Viele Menschen erleben Gruppentherapie zunächst mit Unsicherheit. Deshalb beginnt die Behandlung bewusst mit einer intensiven Einzelphase. Sie lernen mich kennen. Ich lerne Sie kennen. Gemeinsam entwickeln wir Sicherheit, Vertrauen und ein Verständnis Ihrer Beschwerden. Erst anschließend beginnt die Gruppenphase.
Diese Vorbereitung erleichtert den Einstieg erheblich und schafft eine gute Grundlage für den weiteren therapeutischen Prozess.
Was sind die groben Rahmenbedingungen der Gruppe?
Die Gruppen bestehen aus sechs bis acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Es handelt sich um geschlossene Gruppen mit fester Zusammensetzung.
Die Gruppen werden sorgfältig zusammengestellt, sodass ähnliche Themen und therapeutische Ziele zusammenkommen.
Der therapeutische Rahmen ist klar strukturiert und wird durch mich kontinuierlich begleitet.
Sie entscheiden selbstverständlich jederzeit selbst, wie viel Sie von sich erzählen möchten.
Niemand wird gedrängt, Persönliches preiszugeben.
Muss ich in der Gruppe über alles sprechen?
Nein.
Sie entscheiden jederzeit selbst, welche Themen Sie einbringen möchten.
Warum wird Gruppentherapie empfohlen?
Studien zeigen, dass die Kombination aus Einzel- und Gruppentherapie für viele psychische Erkrankungen besonders wirksam sein kann.
Die Gruppe ermöglicht Erfahrungen, die in der Einzeltherapie allein oft nicht möglich sind.
Kann ich trotzdem Einzeltermine bekommen?
Ja.
Die Einzeltherapie bleibt ein fester Bestandteil des Behandlungskonzepts.
Während der Gruppenphase finden zusätzlich individuelle Einzelgespräche statt.
Viele Patientinnen und Patienten berichten, dass sie während eines Klinikaufenthalts Gruppentherapien als wenig hilfreich oder sogar belastend erlebt haben. Deshalb ist diese Sorge gut nachvollziehbar.
Die Gruppentherapie im ambulanten Setting unterscheidet sich jedoch in vielen Punkten von einer stationären Behandlung.
Zudem handelt es sich um eine geschlossene Gruppe mit festen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. So kann über die Zeit Vertrauen entstehen und ein sicherer Rahmen geschaffen werden.
Die Gruppentherapie ist außerdem eng mit den begleitenden Einzelgesprächen verknüpft. Persönliche Themen oder Unsicherheiten können jederzeit auch im Einzelsetting besprochen werden.
Gruppenangebote
Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über meine Gruppenangebote und deren Inhalte. Genauere Fragen können wir gerne im persönlichen Gespräch klären.
Manche Schwierigkeiten begleiten uns über viele Jahre. Vielleicht fällt es Ihnen schwer, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen oder Grenzen zu setzen. Vielleicht stellen Sie hohe Ansprüche an sich selbst, vermeiden Konflikte oder erleben immer wieder ähnliche Probleme in Beziehungen oder am Arbeitsplatz. Oft handelt es sich dabei um tief verankerte Verhaltens- und Erlebensmuster, die sich im Laufe des Lebens entwickelt haben. Sie waren ursprünglich hilfreiche Strategien, können heute jedoch dazu führen, dass wir immer wieder in ähnliche belastende Situationen geraten.
Vor Beginn der Gruppe erarbeiten wir in den Einzelgesprächen gemeinsam ein individuelles Verständnis Ihrer persönlichen Muster und Ihrer typischen Reaktionsweisen. Dieses bildet die Grundlage für die gemeinsame Arbeit in der Gruppe.
Die Gruppentherapie bietet anschließend einen geschützten Rahmen, in dem diese Muster nicht nur besprochen, sondern unmittelbar erlebt und verändert werden können. Gerade im Kontakt mit anderen Menschen werden viele unserer gewohnten Reaktionen sichtbar – und eröffnen damit die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu machen.
Neben gemeinsamen Reflexionen kommen erlebnisorientierte Methoden wie Rollenspiele, Imaginationsübungen und weitere emotionsfokussierte Techniken zum Einsatz. Ziel ist es, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln, Gefühle bewusster wahrzunehmen und im Alltag Schritt für Schritt andere Erfahrungen zu ermöglichen.
Die Gruppe eignet sich insbesondere für Menschen, die…
- immer wieder ähnliche Konflikte oder Beziehungsmuster erleben,
- Schwierigkeiten haben, eigene Bedürfnisse zu vertreten oder Grenzen zu setzen,
- sehr selbstkritisch oder perfektionistisch mit sich umgehen,
- sich häufig an den Erwartungen anderer orientieren,
- Konflikten eher aus dem Weg gehen oder sich im sozialen Miteinander unsicher fühlen,
- sich mehr innere Sicherheit und Selbstfürsorge wünschen.
Die Gruppe wird durch begleitende Einzelgespräche ergänzt, sodass persönliche Themen individuell vertieft und Erfahrungen aus der Gruppe gemeinsam reflektiert werden können.
#2 Gruppe „Gefühle verstehen – neue Wege entwickeln“
Die eigene emotionale Logik erkennen und verändern
Manchmal reagieren wir immer wieder auf ähnliche Weise – obwohl wir uns eigentlich etwas anderes wünschen. Hinter diesen Reaktionen stehen häufig unbewusste emotionale Regeln, die sich im Laufe unseres Lebens entwickelt haben und uns ursprünglich geholfen haben, mit schwierigen Erfahrungen umzugehen.
In dieser Gruppe beschäftigen wir uns damit, diese persönlichen Muster besser zu verstehen. Gemeinsam erarbeiten wir, welche Gefühle, Bedürfnisse und inneren Überzeugungen unser Erleben und Verhalten beeinflussen und welche sogenannten emotionalen Überlebensregeln dabei eine Rolle spielen.
Aus diesem Verständnis heraus entwickeln wir Schritt für Schritt neue, hilfreichere Wege, mit Gefühlen umzugehen und eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und angemessen zu vertreten.
Die Gruppe verbindet Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie mit emotionsfokussierten, schematherapeutischen und achtsamkeitsbasierten Methoden. Neben der gemeinsamen Reflexion stehen erlebnisorientierte Übungen, Imaginationsverfahren und praktische Erfahrungen im Mittelpunkt.
Mögliche Themen sind unter anderem:
- emotionale Überforderung
- Grübeln
- innere Anspannung
- Schwierigkeiten im Umgang mit Wut, Angst oder Traurigkeit
- Impulsivität
- Selbstfürsorge und Stressbewältigung
#3 Gruppe „Verstehen – Erleben – Verändern“
Individuelle Themen im Mittelpunkt
Nicht jede Herausforderung lässt sich einem bestimmten Störungsbild zuordnen. Oft sind es wiederkehrende Situationen im Alltag, die belasten – zum Beispiel Konflikte in Beziehungen, Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen, ein hoher innerer Leistungsdruck oder der Wunsch, eigene Gefühle besser wahrzunehmen und auszudrücken.
In dieser Gruppe stehen die individuellen Anliegen der Teilnehmenden im Mittelpunkt. In jeder Einheit arbeitet eine Person als freiwillige Fokuspatientin bzw. freiwilliger Fokuspatient an einem konkreten, aktuellen Thema aus ihrem Alltag.
Gemeinsam analysieren wir die Situation und entwickeln ein besseres Verständnis dafür, welche Gedanken, Gefühle und Verhaltensmuster zu den Schwierigkeiten beitragen und welche Veränderungen hilfreich sein können.
In der darauffolgenden Sitzung wird ein zentraler Aspekt des Themas vertieft – beispielsweise der Umgang mit Konflikten, das Setzen von Grenzen, der Ausdruck von Gefühlen, Selbstfürsorge oder soziale Kompetenzen.
Dabei profitieren alle Gruppenmitglieder: Durch Rollenspiele, praktische Übungen, Kleingruppenarbeit und gemeinsame Reflexion können neue Erfahrungen gesammelt und hilfreiche Strategien direkt ausprobiert werden.
Die Gruppe verbindet Elemente der kognitiven Verhaltenstherapie mit emotionsfokussierten, schematherapeutischen und achtsamkeitsbasierten Methoden. Ziel ist es, persönliche Muster nicht nur zu verstehen, sondern Veränderungen unmittelbar zu erleben und in den Alltag zu übertragen.
